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Das CB-Funk Forum von Henning Gajek | Meinung | Runder Tisch CB-Funk RTCB
Seite 1 von 2 1 2 >
Verfasser Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Wolf
Reg. User

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Beiträge: 206
Eingetreten: 08.02.08
Eingetragen um 02.01.2018 15:41
Hallo in die Runde,

ich hoffe, dass Ihr gut gerutscht seid!

Schaun wir mal, was uns das neue Jahr in Sachen Hobbyfunk bringt. Oder - besser gesagt - ob es Chancen bietet, aus denen wir was machen können.

Den Funkamateuren hat die BNetzA ja ziemlich deutlich zu verstehen gegeben, dass sie in absehbarer Zeit nicht mit großen Änderungen rechnen können; zumindest nicht auf gesetzlicher Ebene. Damit ist erstmal der Herzenswunsch des DARC, hoheitliche Ausgaben wie Prüfungen und die Rufzeichenverwaltung in Eigenregie zu übernehmen, mittelfristig vom Tisch, denn dafür müsste das Amateurfunkgesetz geändert werden. Auch die Einführung der umstrittenen AFu-Einsteigerklasse auf niedrigem Level findet deshalb nach Darstellung des DARC erstmal nicht statt, obwohl dafür überhaupt keine Gesetzesänderung erforderlich wäre.

Im Jedermannfunk geht das einfacher, da regelt die BNetzA das meiste auf Verwaltungsebene einfach in Form von Verfügungen. Und manchmal macht es sich die Behörde auch gaanz einfach und "duldet" einfach nur bestimmte Handlungen. Solche "Duldungen" sind zwar nichts Halbes und nichts Ganzes und im TK-Recht überhaupt nicht vorgesehen, aber wenn die Behörde den Betrieb von CB-Funk-Anlagen mit SSB, die nur knapp über der 10-W-EIRP-Grenze liegen, ohne Standortbescheinigung "dulden" würde, hätte ich nichts dagegen. Aber dagegen wehrt sich die Behörde komischerweise. (Wäre vielleicht ein Thema füt den RTCB.)

Ein weiteres brennendes Thema, bei dem Jedermannfunker und Funkamateure gemeinsam gefragt sind, sind die Störungen der Kurzwelle und zunahmend auch der höheren Frequenzen durch Powerline-Zeugs und durch Elektro-Schrott, bei dem die Hersteller ein paar Cent für Entstörmittel eingespart haben, weils biligbillig sein soll. Leider spielt da Unwissen eine große Rolle (bei der breiten Masse sowieso. aber leider auch bei den Funkern). So hat sich bis heute noch nicht rumgesprochen, dass bei aktuellen Powerline-Geräten nacn PLC-Norm EN 50561-1 die CB-Kanäle 1-40 dauerhaft ausgenotcht sein müssen. Da muss noch eine Menge Aufklärung betrieben werden.

Dass Kritik was bewirken kann, zeigen die Einwände von Funkern und Herstellern gegen die Ausweitung des "Handyverbots am Steuer" auf alle möglichen eletronischen Geräte. Immerhin sind Funkgeräte jetzt zumindest bis Mitte 2020 davon ausgenommen.

Mauler gibts genug. Wäre toll, wenn sich mehr Leute finden würden, die auch anpacken.

Gruß
Wolf :-)
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
CB Station Tiefburg
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Beiträge: 376
Ort: Gummersbach
Eingetreten: 30.05.16
Eingetragen um 03.01.2018 17:52
Hallo lieber Wolf
auch zu dir nach Hamburg ein gutes neues Jahr und vor allem viel viel Gesundheit !!!

Was den Afu und den DARC angeht, so bin ich froh, wie es ist bzw. geblieben ist.

Im CB Funk ist leider die Hürde einer Standortbescheinigung ab 10 Watt EIRP (betrifft nur SSB), seitens der Bnetza nicht zu umgehen. Generell sind die 10 Watt EIRP, für alle Funkanwendungen und Funkdienste als Grenzwert verbindlich.
Bei AM und FM im CB Funk, darf die 10 Watt EIRP Grenze oder darüber hinaus garnicht erreicht werden, da 4 Watt ERP (* Faktor 1,64)= 6,56 EIRP festgelegt ist.

Störungen von Billig Elektronik Schrott und
Powerline kann nur entgegengewirkt werden, wenn Störungen von Funkamateure, SWL und CB Funker gleichermaßen der Bnetza gemeldet werden. Wollen wir hoffen, das nicht nur die
Kanäle 1-40, sondern auch den Kanälen 41-80, sowie für die Kollegen in UK auf ihren zusätzlichen Länderspezifischen 40 Kanälen ausgenotcht werden.

Durch die Änderung der STVO, müssen sich nun bis 2020 die CB Funk Hersteller etwas sinnvolles einfallen lassen. Es muss eine ausgereifte Bluetooth Lösung geben, ohne zeitverzögerung beim Senden, sowie eine ordentliche Modulation.

Gemeinsam können wir CB Funker einiges erreichen, wenn wir an einem Strang ziehen.
In dem Sinne 73&55

13HN516


Am Mic Peter
Ich bin Ehrlich Direkt und sage was ich denke
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73&55
Bearbeitet von CB Station Tiefburg auf 03.01.2018 18:03
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Henning Gajek
Super Administrator

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Beiträge: 1877
Ort: Bad Dürkheim
Eingetreten: 07.01.08
Eingetragen um 04.01.2018 10:08
Hallo in die Runde,

gutes Neues Jahr. @Wolf, das sind ganz vernünftige Ansätze :-)

Das mit den Duldungen ist auf den ersten Blick "toll", gibt aber ein schwebenden Zustand, der sich schnell "gegen" die Funker wenden kann. Von daher wären klare Regeln sicher sinnvoller.

Die Zeiten ändern sich, vielleicht kehrt auch bei dem leidigen "Strahlen" Thema, mal wieder etwas "Realität" zurück.





--
73 & 55 (Gruss)
Henning Gajek
CB: Bad Dürkheim 23 / Bravo Delta 23
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Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Elster03
Reg. User

Beiträge: 75
Ort: Berlin
Eingetreten: 02.10.17
Eingetragen um 04.01.2018 10:44
Seufz, alles Wünsche - doch die Trägheit unserer Politiker macht vieles zunichte ...smiley
Neujahrsgrüße in die Runde !

73&55
Wolfgang
Elster03/DAF260/13HN135
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Elster03
Reg. User

Beiträge: 75
Ort: Berlin
Eingetreten: 02.10.17
Eingetragen um 04.01.2018 10:48
Doch nun mal schnell eine Frage:
Sendung mit 10 Watt ERP (SSsmiley x Faktor 1,64 = 16,4 Watt ERP sind dann noch alle Antennen erlaubt ?smiley
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Wolf
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Beiträge: 206
Eingetreten: 08.02.08
Eingetragen um 04.01.2018 22:10
Hallo,

was "Duldungen" angeht: Klar, Duldungen sind immer Pfusch. So bedeutet z.B. die "Duldung" der Nutzung von Bereichen des 13cm- und 6cm-Bandes durch Klasse-E-Inhaber nichts anderes, als dass der Betrieb genau genmmen weiterhin illegal (weil nicht zugeteilt) ist und die Behörde nur "wegschaut", also "duldet"

Bei der "10-Watt-EIRP-Grenze" tut die BNetzA gern so, als wenn sie zwingend daran gebunden sei. Sie vergisst aber gern, zu erwähnen, dass sie sich selbst daran bindet.
Die "10-Watt-EIRP-Grenze" ist eine reine Erfindung der Verwaltung. Sie ist keinem Gesetz festgelegt. Leider hat sie sich seit 1992 "etabliert". Deshalb wäre eine "Duldung" m.E. trotz aller rechtlichen Nachteile einfacher zu realisieren.

Die Festlegung auf 10 Watt ist völlig aus der Luft gegriffen, es gibt keine wissenschaftliche Begründung dafür. Gerade im CB-Bereich zeigt sich der Unsinn dieser Regelung: Im 11-Meter-Band ergeben sich bei 10-Watt-EIRP Strahlungsleistung "Schutzabstände" von weniger als einem Meter! Solche vernachlässigbaren Abstände rechtfertigen in keiner Weise eine Pflicht zum Erstellen von( kostenpflichtigen) Standortbescheinigungen.

Gruß
Wolf :-)
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
CB Station Tiefburg
Reg. User

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Beiträge: 376
Ort: Gummersbach
Eingetreten: 30.05.16
Eingetragen um 07.01.2018 21:27
Elster03 schrieb:
Doch nun mal schnell eine Frage:
Sendung mit 10 Watt ERP (SSsmiley x Faktor 1,64 = 16,4 Watt ERP sind dann noch alle Antennen erlaubt ?smiley


Hallo Wolfgang
13HN135

Kleines Grundwissen, zur Funktechnik, das ich aufgrund der Komplexen Zusammenhänge etwas kürzen muss sonst gibt das mehrere Seiten, daher Verweise ich zum Thema ERP, EIRP, dBi, dBd und Berechnung, auf eine kompakte Webseite von DC4FS

Du meintest 10 Watt ERP * 1,64 = 16,4 Watt EIRP!!.
Antennen verbote gibt es nicht, vielmehr ist der Wert zu beachten der oben an der Antenne Abgestrahlt wird.
Durch Kabel und Stecker Verluste kommt sowieso weniger an der Antenne an.
Man kann da schon etwas Verluste machen das inklusive Antennengewinn, das ganze unter 10 Watt EIRP bleibt.
Allerdings nicht unendlich bei Antennen mit hohen Gewinn, kann man garnicht so viel und schlechtes Kabel einsetzen, das es passt.

Von DC4FS gibt es eine ganz tolle Seite, auf der man direkt werte berechnen kann.
Benutze selbst die online Berechnung, so erspare ich mir das manuelle eingeben im Taschenrechner. Hier gibt es auch ganz tolle Infos zu dem Thema ERP und EIRP, dBi und dBd, sowie eine Tabelle mit Verlusten von den entsprechenden geigneten 50 Ohm Koaxialkabel.
https://www.dc4fs.de/eirp.htm

Bei SBB wird die Ausgangsleistung in PeP ( Hüllskurven Spitzenleistung) angegeben.
Ob tatsächlich 12 Watt PeP aus dem Funkgerät rauskommen, ist fraglich ohne so laut zu Brüllen, das gleich ungewollt das ganze Haus mit unterhalten wird. Da bei SSB, der Träger und ein unerwünschtes Seitenband (entweder das untere oder obere Seitenband) unterdrückt wird, steckt die gesammte Information sowie ein Großteil des Träger in einem Seitenband. Liegt kein Modulation am Mic oder der Mic Buchse an wird auch nichts gesendet.
Ist das Signal jedoch zu leise hat man entsprechend weniger Sendeleistung.

Bei AM verhält es sich das etwas anders, höherer Energie Aufwand, da man hier einen Träger und zwei Seitenbänder hat.
Das heißt beim senden ist ein Träger auch ohne Modulation vorhanden, durch die Aufmodulation eines NF Signal auf den Träger (Modulationsgrad ca. 95 Prozent) , wird die Amplitude Moduliert die Ausgangsleistung Schwankt etwas mit einer Begrenzung.

Bei der Frequenzmodulation(FM), wird durch das NF Signal der Träger, in seiner Frequenz verändert,
das nennt man dann HUB.
Im CB Funk sind das 2 kHz, darf nicht mehr sein damit es keine Überschläge auf den Nachbarkanälen gibt.
Die Ausgangsleistung ist immer konstant.
Auch hier gäbe es ohne Modulation einen stillen Träger.
Ohje der Text wurde länger als ich wollte😂


Am Mic Peter
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Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Elster03
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Eingetreten: 02.10.17
Eingetragen um 08.01.2018 11:06
Vielen, vielen Dank ! Da werde ich mich dementsprechend "weiterbilden"smiley. Denn, eine Amateurfunklizenz besitze ich nicht, treibe mich "nur" auf CB rum. Trotzdem möchte ich rechtlich alles richtig machen und vor allem auch keine Störungen verursachen. Ein Grund mehr, warum ich mich z.B. auch hier angemeldet habe - nämlich Wissen und Kenntnis anderer Funker abgreifen ohne gleich ein "Studium" in einer Uni smiley zu beginnen.

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Wolfgang
Elster03/DAF260/13HN135
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
CB Station Tiefburg
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Ort: Gummersbach
Eingetreten: 30.05.16
Eingetragen um 08.01.2018 14:33
Elster03 schrieb:
Vielen, vielen Dank ! Da werde ich mich dementsprechend "weiterbilden"smiley. Denn, eine Amateurfunklizenz besitze ich nicht, treibe mich "nur" auf CB rum. Trotzdem möchte ich rechtlich alles richtig machen und vor allem auch keine Störungen verursachen. Ein Grund mehr, warum ich mich z.B. auch hier angemeldet habe - nämlich Wissen und Kenntnis anderer Funker abgreifen ohne gleich ein "Studium" in einer Uni smiley zu beginnen.

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Wolfgang
Elster03/DAF260/13HN135


Hallo Wolfgang
Eine Amateurfunklizenz habe ich selbst auch nicht, könnte ich locker machen will ich aber nicht!!
In den bald über 31 Jahren CB Funk, habe ich mir einiges durch Lesen angeeignet, aber auch viel von 2 befreundeten Funkamateure gelernt.
Das Grundinteresse für Technik, wurde mir schon weit vor der Zeit, als CB Funker durch meinen Vater und meinen Physik Lehrer sowie 2 befreundete FA gegeben .
Angefangen hat das ganze als SWL.
Nix für ungut wenn ich helfen kann mach ich das selbstverständlich gerne.


Am Mic Peter
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Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Elster03
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Eingetreten: 02.10.17
Eingetragen um 08.01.2018 17:02
Das ist sehr schön. Selbst stamme ich ja aus Ost-Berlin, also Ex-DDR und wurde mit 14 Jahren Mitglied der GST, Sektion Nachrichtensport (Gesellschaft für Sport und Technik). "Dort leckte ich das erste Funkblut", leider glänzten unsere Ausbilder durch häufige Krankheit und ich kam über das Morsealphabet nicht hinaus und tummelte mich auf anderen Wehrsportarten rum. Erst mit meiner Tätigkeit Polizei u. Feuerwehr hatte ich wieder mit Funk zun, allerdings streng nach Vorschrift im internen Gebrauch. Mit der Wende nutzte ich ab 1990 die gelegenheit und begann mit dem CB-Funk, die Funkkenntnisse = 0 smiley Dank anderer Funker aus West-Berlin wurde es allmählich besser, doch aus familären und beruflichen Gründen kam alles ab 2000 zum Ruhen. Seit 2 Jahren aktiv Rentner, will ich noch meine restliche Lebenszeit mich diesem Hobby wieder mehr widmen.
Was man in der Vergangenheit nicht gelernt hat, läßt sich später im Alter schwer nachholen - doch Bange machen gilt nicht.

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Wolfgang
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Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Wolf
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Eingetreten: 08.02.08
Eingetragen um 08.01.2018 19:05
Vielleicht noch kurz 'ne kleine Anmerkung zu den zulässigen Strahlungs- bzw. Sendeleistungen

In der CB-Funk-Allgemeinzuteilung legt die BNetzA die Art der zulässigen Strahlungs-/Sendeleistungen sinnigerweise in Abhängigkeit von der Modulationsart der Aussendung fest: Für Aussendungen in AM/FM ist die zulässige Strahlungsleistung (4 Watt) in der theoretischen Rechengröße ERP festgelegt, während bei SSB die reale der Antenne zugeführte Leistung PEP (max. 12 Watt) maßgebend ist.

Das bedeutet, dass in AM bzw. FM bei einer handelsüblichen Geräteausgangsleistung von 4 Watt die Antenne (unter Berücksichtigung aller dämpfenden Faktoren in der Zuleitung) "unterm Strich" genaugenommen nur einen Gewinn von max. null dBd aufweisen darf, damit die zul. Strahlungsleistung von 4 W ERP nicht überschritten wird.

Bei SSB spielt der ERP-Wert keine Rolle. Da zählt nur. dass der Antenne nicht mehr als reale 12 W PEP zuführt werden. Das ist bei einer Geräteausgangsleistung von 12 Watt regelmäßig der Fall.

Anders sieht das bei der Standortbescheinigungspflicht gemäß BEMFV aus. Bei AM/FM-Betrieb spielt sie keine Rolle, weil die 10-W-EIRP-Grenze mit den zulässigen 4 W ERP eh nicht erreicht wird. Bei SSB-Betrieb sollte man mit dem Tool von DC4FS (auf das Peter/13HN516 freundlicherweise oben schon hingewiesen hat) überprüfen, ob die 10-W-EIRP-Grenze erreicht bzw. überschritten ist. Dann wäre die Anlage (sofern sie "ortsfest" errichtet ist) standortbescheinigungspflichtig. (Dass sich in der Praxis kaum jemand drum kümmert, ist ein anderes Thema...)

(Die Gebühr für das Erteilen einer Standortbescheinigung wird übrigens seit Oktober 2017 nach Zeitaufwand berechnet. Die alten festen Gebührensätze - 165 Euro für eine Standortbescheinigung in der "einfachsten" Ausführung - gelten nicht mehr.)

Gru0
Wolf :-)
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
CB Station Tiefburg
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Eingetragen um 08.01.2018 19:52
Wolfgang
13HN135,
das hört sich ja interessat an.
Genaueres über die Funkdienste der ehemaligen DDR, weis man erst nach der Wende, aus Berichten und Dokumentation.
Während des kalten Krieges konnte man nur den Sinn und Zweck der Aussendungen erahnen.
Was man während der DDR Zeit im Westen sicher wusste, war das es auch Funkamateure gab,
dies war allerdings nur bestimmmten Personen vorbehalten.
Es gab mal in Berlin Nähe ehemalige Grenze Ost, einen tollen Fund, einer Mobilen Spionage Funkanlagen, bestehend aus Sender und Empfänger, und Zubehör, das sind Zeitzeugen des Kalten Krieges.
Was mich interessieren würde, gab es bei dem Sektion Nachtrichtensport auch Funk Signsl Suchen bzw Peilfunk Veranstaltung hier besser bekannt als Fuchsjagt.


Am Mic Peter
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Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
CB Station Tiefburg
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Ort: Gummersbach
Eingetreten: 30.05.16
Eingetragen um 08.01.2018 20:14
Hallo Wolf
gute Erklärung besser hätte man es nicht erklärten können!!
Ich habe gestern mal Markus gefragt, ob am Messplatz tatsächlich in SSB die 12 Watt Hülkurven Spitzenleistung bei normaler Modulation erreicht wird.
Bei einem geeigneten Funkgerät wie die Ae5890 Eu ist das durchaus möglich.
Allerdings gibt es da verschiedene Parameter zu beachten.


Am Mic Peter
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Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Wolf
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Beiträge: 206
Eingetreten: 08.02.08
Eingetragen um 09.01.2018 01:23
Hallo in die kleine Runde,

zum Thema DDR: Ich hatte in den Achtziger Jahren Kontakt zu einem Funkamateur in der DDR. Wir hatten einen ziemlich regen Austausch: Disketten (damals noch die Schlabber-5 1/4"-Floppys) und Zubehör für den C64 im Tausch gegen DDR-Fachliteratur und die Zeitschrift "Funkamateur"(eine der wenigen DDR-Zeitschriften, die die Wende überlebt haben).

Die DDR-Fachbücher wiesen (soweit ich das beurteilen kann) ein sehr hohes Niveau auf (wenn man sich den relativ wenigen ideologischen Ballast wegdenkt). Der "Rothammel" z.B. wurde auch im Westen in Lizenz nachgedruckt und gehört heute noch zu den Standardwerken.

Der "Funkamateur" war thematisch sehr breit aufgestellt und umfasste neben Amateurfunk-Themen auch allgemeine Elektronik-Basteleien und (Home-)Computer-Technik.

Falls Ihr mal sehen wollt, über was der damalige DDR-"Funkamateur" berichtet hat: Unter
http://www.filehosting.at/file/details/718007/1985.rar
könnt Ihr einen Link anfordern, mit dem Ihr den kompl. Jahrgang 1985 runterladen könnt.

Gruß
Wolf smiley
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
Elster03
Reg. User

Beiträge: 75
Ort: Berlin
Eingetreten: 02.10.17
Eingetragen um 09.01.2018 09:19
Hallo liebe Funkfreunde !
Wolf und auch Peter, Ihr liegt schon richtig betreffend Amateurfunk in der DDR. Nicht jeder konnte die Amateurfunklizenz erwerben. Man mußte dann auch noch "organisiert" sein (GST, Amateurfunkclusmiley.Über das "wachsame Auge und Ohr" muß ich ja nicht viel sagen smiley ! Fuchsjagden wurden auch durchgeführt, meist zu Fuß. In ehemaligen Zeitschriften der DDR (o.g. Organisationen) kann man einiges nachlesen.
Übrigens: Wer als CB-Funker (Funkgerät im Auto) in die DDR einreisen wollte mußte wohl oder übel sein Gerät verplomben lassen (Grenzübergang). Die Benutzung war dann auf DDR-Gebiet nicht möglich.
Als ich 12 Jahre alt war hatten wir zu Hause ein Röhrenradio mit (grünen) magischen Auge. Kopfhörer ran und auf ca. 86,?? MHz gestellt: Man hörte den dann den Westberliner Polizeifunk ab. Fand ich als Rotzlöffel einfach geil ...smiley

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Wolfgang
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Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
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Eingetreten: 30.05.16
Eingetragen um 09.01.2018 15:23
Hallo In die Runde
Westfernsehen ging auch, wenn man die Antenne gedreht hat, durfte sich nur nicht erwischen lassen. Sat Anlagen wahren in der DDR bestimmt strengstens Verboten.
Heute undenkbar, aber in Nord Korea, wegen des Westlichen Klassenfeind heute je mehr den je Realität.
Im übrigen dürfen wir bei der Gelegenheit Karl Rothammel nicht vergessen, geboren in Füth später Sonnenberg. Luftwaffen Funker im zweiten Weltkrieg, Techniker des DDR Postdienst, Funkamateur später Stern Radio und Buchautor, des legendären Antennen Standard Werk Rothammel Antennen Buch.
Die 7. Ausgabe aus der DDR (60 ger Jahre) habe ich selbst als Digitalisiertes PDF Dokument.


Am Mic Peter
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Verfasser RE: Rothammel
Elster03
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Ort: Berlin
Eingetreten: 02.10.17
Eingetragen um 10.01.2018 09:18
Hallo ! Ich besitze den Rothammel >>> Militärverlag der DDR, (Berlin 1989) 11. überarbeitete und erweiterte Auflage. Ansonsten konnte ich auch Wissen abschöpfen aus folgender Literatur:
1. "Wie arbeitet eine Funkstation ?" Deutscher Militärverlag - Berlin 1961
2. "Handbuch Nachrichten" MdI-Ausgabe (Ministerium des Innern / DDR), Militärverlag der DDR, 3. Ausgabe 1983.
Nun sind das ja Ausgaben speziell für das Militär, jedoch läßt sich sich vieles auch für unsere Funkanwendung ableiten. Hier ein Beispiel: Funkgerät R 108 D, tragbares Tornisterfunkgerät, Frequenzbereich 28 ...36,5 MHz, Leistung 1 W. Reichweite mit:
-Stabantenne 1,5 m = 6 km
-Stabantenne 2,7 m (als Bordantenne) = 8 km
-Stabantenne 2,7 m mit gegengewichten = 10 km
-Langdrahtantenne 40 m = 15 km
-Langdrahtantenne 40 m = 25 km (bis 6 m über dem Erdboden)

Da wir ja im Bereich 26-28 MHz auch zu Hause sind, läßt sich vieles hier auch anwenden, wobei 4 W mehr möglich macht. Richtig ? Übrigens, mein zuerst ausgesuchter SKIP "Elster03" habe ich ganz einfach noch vom VP-Kreisamt Weimar (mein Studienort) übernommen. War ich mit dem tragbaren UKW-Funkgerät UFT 721 auf Zivil-Streife, rief man mich mit "Elster 40/1 ..2...3 ".



73%55
Wolfgang
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Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
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Beiträge: 376
Ort: Gummersbach
Eingetreten: 30.05.16
Eingetragen um 10.01.2018 22:10
Hallo Wolfgang
13HN135
Da hast du ja ne tolle Sammlung an Bücher.!
Theoretisch wahr es ja auch möglich, mit den von dir beschilderten Funkgeräten den CB Funk
zu hören.
Wurde den auch im Bereich unserer Kanäle in der ehemaligen DDR gesendet.?


Am Mic Peter
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Verfasser RE: Militärfunkgeräte und CB-Funk ?
Elster03
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Beiträge: 75
Ort: Berlin
Eingetreten: 02.10.17
Eingetragen um 11.01.2018 09:26
Hallo allerseits !
Was die in der DDR verwendeten Militär-Funkgeräte (russischer Produktion) anbelangt, da weiß ich nicht ob diese feste Frequenz-Raster hatten oder ein Feinabgleich möglich war. Praktisch hatte ich nie mit diesen Geräten zu tun. Nur die bei Polizei und Feuerwehr verwendeten Handfunkgeräte und die im Pkw verbauten Geräte sind mir von praktischer Seite bekannt. Diese hatten feste Kanäle, eine Abstimmung zu anderen Frequenzen war also nicht möglich. Aber suche mal über Google das Bundeswehr-Tornisterfunkgerät "SEM 35" ! Aus Sammlergründen hatte ich 2 Stück davon. Diese Geräte waren komplett mit 1 kurzen Blattantenne, 1 Stabantenne, Kopfhörer und Kehlkopfmikrofon und 1 Handapparat (Tel.-Hörer) vorhanden. Bestückt mit 12 Monozellen = 18 V konnte man mit 1 W Leistung senden. Bei Einbau im Fahrzeug sendet man mit 12 W bei 24 V Stromanschluß. Extern konnte man auch andere Antennen anschließen. Habe mal eine ehemalige DDR-Langdrahtantenne angeschlossen - hat gut funktioniert. Habe beide Geräte 2016 wieder verkauft. Frequenzbereich (feste Kanäle) der Geräte 26-52 MHz. Auf einigen wenigen Kanälen im 27 MHz-Bereich konnte ich CB-Funk abhören, lag aber etwas neben den Frequenzen.
Leider habe ich keine Ahnung wie ich hier kopierten Text oder Foto´s einfügen kann, würde sonst mehr Info´s liefern können.

73&55
Wolfgang
Elster03/DAF260/13HN135
Verfasser RE: Schaun wir mal, was 2018 machbar ist...
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Beiträge: 376
Ort: Gummersbach
Eingetreten: 30.05.16
Eingetragen um 11.01.2018 11:08
Hallo Wolfgang
13HN135
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